Pflegezentrum St. Elisabeth Marienhospital Seniorenpflegezentrum
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Chirurgische Klinik

Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Leitung

Chefarzt Dr. med. Alfred Brütting

Sekretariat

Frau Vierheilig, Frau Dorn
Tel.: 09131 822-3311
Fax: 09131 822-3480
E-Mail: chirurgie@waldkrankenhaus.de

 

Willkommen in der Chirurgischen Klinik des Waldkrankenhauses St. Marien.

Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind die onkologische Chirurgie, die endokrine Chirurgie, die Hernienchirurgie und allgemeinchirurgische Eingriffe wie  Gallenblasenentfernungen. Selbstverständlich können zu jeder Zeit sämtliche Notfalloperationen der Bauch- und Thoraxchirurgie vorgenommen werden. (z. B. „Blinddarm“-Operationen, Operationen bei Magengeschwür, Darmverschluss, Thoraxtrauma etc.).

Die Abteilung verfügt über 46 Betten einschließlich der Versorgung der operativen Intensivstation.

Die Leitung der Abteilung unterliegt Herrn Chefarzt Dr. med. Alfred Brütting (Allgemein-, spezieller Viszeral- und Thoraxchirurg). Ihm unterstellt sind 3 Oberärzte, 1 Funktionsoberarzt sowie 5 Assistenzärztinnen und -ärzte.

Die Chirurgische Klinik verfügt über 2 bis 3 und im Bedarfsfall auch mehr modern eingerichtete Operationssäle mit der notwendigen Ausrüstung nach den heutigen Anforderungen der Chirurgie (z.B. moderne Laparoskopieeinheiten, Neuromonitoring).

Aufgrund der großen Zahl und unserer ausgewiesenen Expertise bezüglich Schilddrüsenoperationen wurde die Chirurgische Klinik für Allgemein-/Viszeral- und Thoraxchirurgie des Waldkrankenhauses St. Marien von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) in Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK) zum 01.12.2012 als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.

Seit dem 01.09.2015 ist die Chirurgische Klinik am Waldkrankenhaus St. Marien zudem von der DGAV in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herniengesellschaft und der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Hernien (CAH) als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert.

Kompetenzzentren für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie sind spezialisiert auf das Erkennen und die Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen.

In Deutschland gibt es insgesamt 17 zertifizierte Zentren für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie, davon drei in Bayern. (Stand 12/2012)

 

Ebenso haben wir aufgrund der großen OP-Zahl und unserer bestätigten Expertise bezüglich unserer qualitätsgesicherten Hernienchirurgie zum 01.11.2013 das Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) erhalten.

 

Kompetenzzentren für Hernienchirurgie sind spezialisierte Kliniken für die Therapie von Bauchwandbrüchen (z. B. Leistenhernien, Nabelhernien, Narbenhernien).

In Deutschland gibt es insgesamt 42 zertifizierte Kompetenzzentren für Hernienchirurgie, davon vier in Bayern (Stand 09/2015)

 

Ihr Wohlergehen als Patient ist unser zentraler Fokus, weshalb neben der fachlich optimalen Behandlung auch ein von Menschlichkeit geprägtes Umfeld zu unseren Voraussetzungen gehört.

Nachfolgend wird unser Leistungsspektrum im Einzelnen ausgeführt. Lernen Sie unsere Klinik und unser Team auf diesen Seiten kennen und werden Sie ebenso vertraut mit den uns zur Verfügung stehenden Methoden und Verfahren.

Leistungsspektrum der Chirurgischen Klinik

Stationäre Eingriffe

Endokrine Chirurgie

  • Schilddrüsenoperationen mit Neuromonitoring
  • MIVAT (minimalinvasive videoassistierte Thyreoidektomie) der Schilddrüse
  • Nebenschilddrüsenoperationen
  • Entfernung endokriner Tumoren der Nebennieren
  • Entfernung von Tumoren des Thymus
  • Chirurgie der Bauchspeicheldrüse

Allgemein-/Viszeralchirurgie

  • Dickdarmresektionen (z. B. bei Dickdarmkrebs oder gutartigen Dickdarmtumoren)
  • Operationen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
  • Dünndarmoperationen (bei gutartigen und bösartigen Erkrankungen)
  • Operationen an den Gallenwegen und der Gallenblase
  • Magenoperationen (z. B. Magen(teil)entfernung)
  • Operation von gut- und bösartigen Erkrankungen der Speiseröhre (Oesophagus)
  • Operationen von gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
  • Operationen bei gut- und bösartigen Erkrankungen der Leber
  • Hernienoperationen (z. B. Leisten-/Schenkelbrüche, Bauchwand-/Narbenbrüche)
  • Enddarmoperationen
  • Fistelchirurgie und Proktologie einschließlich Hämorrhoiden-Operationen

Thoraxchirurgie

  • Entfernung von gut- oder bösartigen Tumoren der Lunge, Pleura und des Mediastinums
  • Entfernung von Lungenschwarten
  • Drainage von Pleuraergüssen und von Pleuraeiterungen (Empyem)

Minimal-invasive Chirurgie (MIC) des Bauchraumes und Video-assistierte Chirurgie von Thorax und Mediastinum (VATS)

  • Entfernung der Gallenblase
  • Diagnostische Laparoskopie
  • Entfernung des Wurmfortsatzes ("Blinddarmentfernung")
  • Leistenbruch- und Bauchwandbruch-Operationen
  • Operationen bei Zwerchfellbrüchen und Refluxkrankheit der Speiseröhre (Sodbrennen)
  • Lösungen von Verwachsungen im Bauchraum
  • Dünn- und Dickdarmoperationen (z. B. Dickdarmresektionen bei entzündlichen Darmerkrankungen)
  • Entfernung von Tumoren aus Mediastinum und Pleura
  • Diagnostische Gewinnung von Histologie aus Lunge, Pleura und Mediastinum
  • VATS bei Lungenblasen (Emphysem-Erkrankung) und Pneumothorax
  • Minimal-invasive Schilddrüsenchirurgie (MIVAT) in Vorbereitung

Gefäßchirurgische Eingriffe

  • Operationen bei Venenerkrankungen, Krampfadern oder Venenthrombosen
  • Operationen von Gefäßverschlüssen der Arterien bei Arteriosklerose oder Embolie Rekonstruktion der Bauch- und Beckengefäße (in Kooperation mit Gefäßchirurgen)

Proktologie

Im Rahmen der Allgemein- und Visceralchirurgie entwickelt sich das Gebiet der Coloproktologie immer mehr zu einem eigenständigen Fach, das eine zunehmende Spezialisierung verlangt.

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, besteht in der Chirurgischen Klinik am Waldkrankenhaus St. Marien die Möglichkeit, sich im Rahmen einer ambulanten Vorstellung mit entsprechenden Krankheitsbildern und Problemen beraten zu lassen.

Die Behandlung richtet sich nach den Vorgaben der Wissenschaftlichen Gesellschaften und der Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie, dem Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands e. V.

Der aktuelle Goldstandard wird durch regelmäßige Teilnahme an Kongressen und Fortbildungen gewährleistet.

 

Krankheitsbilder

Diagnostik und Therapie von:

 

  • Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoiden sind bei jedem Menschen vorhandene arteriell gespeiste Gefäßpolster, die den Feinabschluss des Schließorgans bewirken und somit eine wichtige Funktion wahrnehmen. Erst bei Vergrößerung und entsprechenden Symptomen wie Nässen und Blutabgang erlangen sie einen Krankheitswert.

Die Therapie von Hämorrhoidalleiden besteht im Wesentlichen aus einer konservativen und einer operativen Säule. Die konservativen, stuhlregulierenden Maßnahmen werden ausführlich im Gespräch erörtert.

Bei entsprechendem Ausmaß der Erkrankung kommt die operative Therapie zum Tragen.

 

  • Analfissur

Starke Schmerzen beim Stuhlgang und Blutabgang können Symptome einer Analfissur darstellen.
Man unterscheidet zwischen einer akuten, meist sehr schmerzhaften, und einer chronischen Analfissur. Die Behandlung richtet sich nach Symptomatik, Dauer und Beschaffenheit der Fissur.

Erfolgreich kann mit einer konsequenten Salbenbehandlung und stuhlregulierenden Maßnahmen therapiert werden. Die operative Therapie wird bei Versagen der konservativen Therapie und somit insbesondere bei der chronischen Analfissur durchgeführt und muss in jedem Fall mit Umsicht und unter sicherem Erhalt der Kontinenzfunktion erfolgen.

 

  • Analfistel / periproktische Abszesse

Analfisteln sind Fistelgänge, in der Regel im Bereich des Schließmuskels, die meist auf dem Boden eines Abszesses entstanden sind und eine Öffnung im Bereich der Afterumgebung zeigen.

Die Therapie der Analfisteln erfordert ein hohes Maß an Kenntnissen über den anatomischen Aufbau und die Physiologie des Kontinenzorgans. Nur eine entsprechende chirurgische Therapie kann zur Heilung führen.

Grundlage der Therapie sind die Anamnese und meist die Ultraschalluntersuchung des Schließorgans. Nur so kann ein individuelles Behandlungskonzept erstellt werden.

 

  • Stuhlinkontinenz

Die Fähigkeit, festen und flüssigen Stuhl sowie Winde zu halten bzw. gezielt zu entleeren ist eine große Leistung des Kontinenzorgans (Schließmuskel), die eines Zusammenspiels vieler funktionierender Faktoren bedarf. Ebenso vielfältig sind die Ursachen bei Störungen des Kontinenzorgans. Die Folge ausgeprägter Inkontinenz ist meist eine starke Einschränkung der Lebensqualität und der sozialen Kontakte.

Eine ausführliche Anamnese, unterstützt durch entsprechend standardisierte Fragebögen und eine ausführliche proktologische Untersuchung, sind Basis der Behandlung.

Diese besteht aus zahlreichen stuhlregulierenden Maßnahmen, gezieltem Muskeltraining, aktiver und passiver Muskelstimulierung mittels Biofeedback, operativen Maßnahmen und ggf. der Implantation eines „Schrittmachers“ für den Schließmuskel (Sacrale Nerven Stimulation).

www.kontinenz-gesellschaft.de

 

  • Obstipation und Entleerungsstörung

Ein weit verbreitetes Beschwerdebild sind die Obstipation (Verstopfung) und Entleerungsstörung. Auch hier bedarf es zunächst einer ausführlichen Anamnese, die Lebensumstände, evtl. Vorerkrankungen und auch Voroperationen berücksichtigt.

Eine Therapie ist oftmals ohne Operation möglich; die Erläuterung der Problematik und von Verhaltensmaßnahmen führen meist zur Verbesserung der Beschwerden.

Die durchgeführte proktologische Untersuchung wird wegweisend für Therapie und eventuell weiterer Diagnostik sein (Colontransit, Defäkographie).

 

  • Enddarmvorfall (Rektumprolaps)

Bei dem eigentlichen Enddarmvorfall handelt es sich um eine Ausstülpung der kompletten Enddarmwand. Diese kann im Anfangsstadium lediglich in den Analkanal vorfallen und hier Symptome wie Inkontinenz und Entleerungsstörungen bedingen. Zu unterscheiden ist dies von einer vorgefallenen Hämorrhoide oder einem Vorfall des Afterorgans (Analprolaps).

Eine suffiziente Therapie besteht neben stuhlregulierenden Maßnahmen letztendlich nur in chirurgischen Maßnahmen. Meist erfolgen diese Eingriffe am Enddarm mittels Bauchspiegelung. In ausgewählten Fällen können auch offene Verfahren angewandt werden.

 

  • Polypen und Tumore des Enddarms

Die im Rahmen proktologischer Untersuchungen festgestellten Auffälligkeiten im Enddarmbereich (Polypen, Tumore, Entzündung) können entweder in der gleichen Sitzung behandelt oder die weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen geplant werden. In jedem Fall ist eine feingewebliche Untersuchung sinnvoll.

Ein weiteres Angebot der proktologischen Untersuchung ist die komplette Ausdehnungsuntersuchung (Endosonographie) bekannter Tumore, um eine optimale und leitliniengerechte, dem Tumorausmaß angemessene (stadiengerechte) Therapie einzuleiten. Diese wird interdisziplinär im Rahmen unseres klinikinternen Tumorboards mit Internisten, Strahlentherapeuten, Radiologen und Onkologen gemeinsam festgelegt.

 

  • Entzündliche Darmerkrankungen

Entzündliche Darmerkrankungen führen gehäuft zu Erkrankungen im Bereich von Enddarm und After und benötigen aufgrund ihrer Komplexität eine intensive Betreuung.

Chirurgisch relevant sind hier vor allem typische und auch atypische Analfisteln und Abszesse sowie die Komplikationen beim Befall von Dünn- und Dickdarm.

Die Behandlung geschieht in enger Zusammenarbeit mit den gastroenterologischen Spezialisten.

 

  • Beckenbodenstörungen

Beckenbodenstörrungen sind komplexe anatomische Störrungen, die sämtliche Organe des Beckenbodens betreffen können (Blase, Gebärmutter, Scheide, Enddarm) und somit immer interdisziplinär behandelt werden.

Die proktologischen Untersuchungsstandards sind am Waldkrankenhaus St. Marien gewährleistet, die interdisziplinäre Behandlung i. S. eines Kompetenzzentrums befindet sich im Aufbau.

In folgenden Bereichen führen wir ca. 2.000 Operationen pro Jahr durch

Eingriffe – Schilddrüse

Die Schilddrüsenoperation stellt einen der häufigsten Eingriffe an der Chirurgischen Klinik des Waldkrankenhauses dar. In den meisten Fällen erfolgt sie aufgrund knotiger Veränderungen, gutartiger Vergrößerung oder bösartiger Tumoren der Schilddrüse und bei Überfunktion der Nebenschilddrüsen.

Die Operation wird standardmäßig unter Schnellschnitthistologiebedingungen und mit Neuromonitoring des Stimmbandnervs (Nervus recurrens) durchgeführt.

Die stationäre Verweildauer postoperativ liegt in der Regel bei 2-3 Tagen.

Für diese Art der Operation erfolgt die OP-Vorbereitung normalerweise prästationär (=ambulant).

Bei entsprechendem Befund kann die Schilddrüsenoperation auch minimalinvasiv („Knopflochchirurgie") über einen kleinen Hautschnitt erfolgen (MIVAT =minimalinvasive videoassistierte Thyreoidektomie).

Eingriffe - Hernien (Brüche)

Leistenbrüche / Schenkelbrüche werden bei uns in der Mehrzahl der Fälle laparoskopisch (TAPP = transabdominelle präperitoneale Patch-Plastik) mittels Einbringen eines speziellen High-Tech-Netzes durchgeführt, aber – je nach Befund bzw. Patientenwunsch – auch konventionell-offen (z. B. Verfahren nach Shouldice oder Lichtenstein) versorgt. Die laparoskopische Operation wird bevorzugt bei körperlich aktiven Menschen oder Rezidivbrüchen nach konventionellen Vor-Operationen angewandt.

Bauchwandbrüche einschließlich Narbenbrüche werden in der Regel durch Bauchdeckenverstärkung mittels moderner Netze versorgt.

Die stationäre Verweildauer postoperativ liegt je nach Operationsart zwischen 1 und 5 Tagen, abhängig auch von Alter und Vorerkrankungen. Einige Hernienoperationen können auch ambulant durchgeführt werden.

In der Regel erfolgt die OP-Vorbereitung prästationär (=ambulant).

Eingriffe – Gefäßchirurgie

Es werden in Zusammenarbeit mit einem honorarärztlich tätigen Gefäßchirurgen alle rekonstruktiven Gefäßeingriffe an den unteren Extremitäten bzw. der Bauchaorta unterhalb der Nierenarterie (d. h. "Bypässe", "Y-Prothese") durchgeführt.

Notfallmäßig sind neben den operativen (d. h. "Embolektomien") alle gängigen konservativen Therapieverfahren (medikamentöse Gerinnselauflösung = "Lyse", Ballondilatation, Ultraschallrekanalisierung) durch die internistische Fachabteilung (Medizinische Klinik I/IV) gewährleistet.

Die präoperative Diagnostik (Sonografie, Röntgen einschließlich DSA, Phlebografie) erfolgt ggf. ebenfalls durch die Medizinische Klinik I/IV (s. o.).

Venenchirurgie einschließlich Thrombektomie tiefer Bein-/Beckenvenen und Varizenchirurgie.

Eingriffe an den Krampfadern (Varizen) sind ambulant möglich.

Ferner führen wir auch plastische Hautdeckungen und Vakuumwundbehandlungen durch.

Eingriffe - Minimal-invasive Chirurgie (MIC)

Ausgehend von der seit vielen Jahren durchgeführten laparoskopischen Entfernung der Gallenblase ist die minimal-invasive Chirurgie mittlerweile für viele Eingriffe als Routineverfahren bzw. therapeutischer Gold-Standard anzusehen. Sie wird u. a. bei Leistenbrüchen, bei der Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendizitis, "Blinddarm"), bei Lösung postoperativ entstandener Verwachsungen, bei Dickdarmeingriffen mit spezieller Indikationsstellung angewandt.

Der Gesamtanteil der laparoskopischen Eingriffe liegt derzeit bei ca. 50 % aller durchgeführten Operationen, bei Gallenblasenoperationen mittlerweile bei einem Anteil von ca. 97 % der Regeleingriffe an Gallenblase und Gallenwegen.

Sehr gute klinische Erfahrungen bestehen sowohl hinsichtlich des Patientenkomforts als auch der Operationssicherheit.

Eingriffe - Tumorchirurgie

Dies betrifft vor allem Dickdarmteilentfernungen, Magen(teil-)entfernungen, aber auch "resezierende" Eingriffe bei bösartigen Erkrankungen der übrigen Bauchorgane. Die Operationen erfolgen unter Einhaltung aktueller Behandlungsstandards, die durch regelmäßige Teilnahme unserer Operateure an internen und externen Qualitätssicherungsmaßnahmen und durch regelmäßige interne und externe fachübergreifende Tumorkonferenzen und Fortbildungen sichergestellt werden.

Bei speziellen Indikationen sind intraoperative fachübergreifende Maßnahmen z. B. urologische / gynäkologische Nebeneingriffe bzw. intraoperative Endoskopie möglich.

Multimodale Therapiekonzepte werden in Kooperation mit Onkologen / Strahlentherapeuten umgesetzt.

Zur Qualitätssicherung unserer onkologischen Therapien wird wöchentlich eine interdisziplinäreTumorkonferenz (Tumorboard) im Hause durchgeführt.

Alle tumorchirurgischen Eingriffe erfolgen nach den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Ambulante Operationen am Waldkrankenhaus

In den letzten Jahren geht der Trend vermehrt zur alternativen ambulanten Durchführung von operativen Eingriffen; dies kann z.B. bei folgenden Operationen erfolgen:

  • Biopsie (feingewebliche Probegewinnung) an Muskeln und Weichteilen
  • Diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung)
  • Neurolyse, Transposition und Dekompression eines Nerven
  • Krampfaderoperationen
  • Exzision einzelner, oberflächlicher Lymphknoten und Lymphgefäße
  • Portimplantation
  • Operative Behandlung von Analfisteln (inter- und transsphinktär)
  • Operative Behandlung von Hämorrhoiden
  • Konventioneller Verschluss einer Leisten- oder  Schenkelhernie sowie operative Versorgung kleinerer Nabelhernien, epigastrischen Hernien oder Narbenbrüchen
  • Kleinere Inzisionen am Knochen, mit Debridement
  • Freie, kleinflächige Hauttransplantation oder lokale Lappen- bzw. Verschiebeplastik

An unserer Klinik werden wir dem Patientenwunsch nach einer solchen ambulanten Operation soweit möglich gern entgegenkommen und Sie in jedem Fall während der Besprechung zur Operationsplanung diesbezüglich beraten. Wir sind allerdings im Interesse unserer Patienten bestrebt, keine "modischen" Kompromisse einzugehen und Abstriche an der Sicherheit auch kleinerer Operationen oder am Patientenkomfort etwa in der Schmerzbehandlung zu machen.

Bei der Prüfung, ob eine ambulante Behandlung für Sie in Frage kommt, haben daher auch folgende Gesichtspunkte eine große Bedeutung:

  • die Größe der geplanten Operation
  • Vorerkrankungen
  • spezielle persönliche Risikofaktoren
  • häusliche familiäre Betreuung
  • räumliche Entfernung von unserer Klinik

Die Weiterbetreuung nach der ambulanten Operation kann, wie sonst auch, selbstverständlich der Hausarzt oder der einweisende Arzt übernehmen. Bei auftretenden Problemen nach der Operation steht Ihnen natürlich der ärztliche Bereitschaftsdienst des Waldkrankenhauses rund um die Uhr zur Verfügung.

Wenn Sie diesbezüglich Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit unter oben genannter Rufnummer des Sekretariates der Chirurgischen Klinik zur Verfügung.

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