Forschung

Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien steht für Spitzenmedizin unterstützt durch neueste Techniken (z. B. Robotik). Begleitet wird dies durch kontinuierliches Bestreben nach Verbesserung, begleitet durch klinisch-angewandte Forschung mit dem Ziel die sich ständig weiterentwickelnden medizinischen Möglichkeiten zum Wohle unserer Patienten einzusetzen.

Forschung Geriatrie-Zentrum Erlangen

Klinik für Akutgeriatrie und Klinik für geriatrische Rehabilitation

In der Geriatrischen Forschungsabteilung arbeiten mehrere Forschungsgruppen in enger Kooperation mit Kliniken und Instituten der Universität Erlangen-Nürnberg an unterschiedlichen Projekten patientennaher klinischer geriatrischer Forschung.

Übergreifendes Ziel dieser Geriatrischen Forschungsabteilung ist es, neue Methoden und Strategien in der Behandlung und dem Management älterer Patienten zu evaluieren, um schließlich die medizinische Behandlung dieser Gruppe von Patienten weiterhin zu optimieren bzw. die sich ständig weiterentwickelnden medizinischen Möglichkeiten zum Nutzen älterer Patienten optimal einzusetzen.

Des Weiteren werden in den Arbeitsgruppen der Geriatrische Forschungsabteilung wissenschaftlich interessierte junge Kollegen und Mitarbeiter Schritt für Schritt an die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt und erhalten so parallel zur klinischen auch eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung.

Ebenso sind regelmäßig Doktoranden in den einzelnen Arbeitsgruppen integriert und erhalten durch Ihre entsprechende Tätigkeit in einzelnen Projekten und die dadurch erhaltene wissenschaftliche Expertise die Möglichkeit, eine Promotionsarbeit an der Universität Erlangen-Nürnberg zu verfassen.
  

Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

  • Mobilität und Gangstörungen im Alter
  • Stürze und Sturzsyndrom
  • Schwindel
  • Anti-Aging
  • Prävention im Alter
  • Medikamentöse Therapie im Alter
  • Frailty und Sarkopenie
  • Ernährung im Alter
  • Kardiovaskuläre Forschung im Alter
Projekt bayernweite Ausweitung von Mobilität und Sicherheit im Alter (MoSi)

Projekt bayernweite Ausweitung von Mobilität und Sicherheit im Alter (MoSi)

Ziel des Projektes war die bayernweite Ausweitung von MoSi durch Gewinnung von Trainingsstützpunkten in allen Regierungsbezirken.
Die Durchführung und Leitung der Kurse übernehmen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sportwissenschaftler, Sport- und Gymnastiklehrer mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium und der Zusatzqualifikation des MoSi-Trainers©.

MoSi wurde im Rahmen der Initiative Gesund.Leben.Bayern aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gefördert. Das Projekt erstreckte sich von Juli 2019 bis Juni 2021. Mit Zunahme der Lebenserwartung wächst auch der Wunsch nach einem möglichst langen selbstbestimmten Leben und sozialer Teilhabe. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist eine gute Mobilität und das Vertrauen in seine Fähigkeit, selbständig Alltagstätigkeiten durchzuführen.

MoSi ist ein fünfwöchiges, auf eine Gruppengröße von 10 Personen begrenztes Trainingsprogramm (10 Einheiten à 60 Minuten) zur Erhaltung und Verbesserung der Gangsicherheit sowie der Primär- und Sekundärprävention von Stürzen ab dem 65. Lebensjahr. Das Training erfolgt sowohl in Einzel-, als auch mit Partnerübungen. Zur Prävention wird die Teilnahme für Gangsichere (Primärprävention), jenen mit Gang- und Gleichgewichts-schwierigkeiten (Sekundärprävention) und diejenigen, die bereits Stürze erfahren haben, (Tertiärprävention) empfohlen.

Ziel ist die Verbesserung des Gehens (Mobilität) und der Sicherheit im Alltag durch Übungen für Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewichts- und Reaktionsvermögen. Eingangs steht eine umfassende Befragung, etwa zu Vorerkrankungen oder eventuell bereits stattgefunden Sturzereignissen.
Jeder Teilnehmer lernt in aufeinander abgestimmten und an Schwierigkeit und Intensität zunehmenden Einheiten Übungen und Verhaltensweisen aktiv kennen, die er während und nach Beenden des Kurses eigenverantwortlich zu Hause weiterführen kann und soll.
Die Aushändigung einer individualisierten Übungs- und Dokumentationsbroschüre, eine Schulung bezüglich möglicher Sturzursachen und -risiken, ein Verhaltenstraining nach einem Sturz, die Vorstellung moderner Hilfsmitte und die Aufklärung zur sicheren Gestaltung des Wohnumfelds sind unter anderem wichtige Bestandteile des Trainingsprogramms. Die Evaluation der Kurse erfolgt durch Untersuchungen u. a. zu Bewegungs- und Gleichgewichtsfähigkeit, jeweils zu Beginn und am Ende eines Kurses. Jedem Teilnehmer steht es frei, an weiteren MoSi-Kursen wiederholt und/oder mehrmals pro Jahr teilzunehmen.

Langfristig soll durch MoSi die selbstbestimmte Mobilität und Selbstständigkeit innerhalb der Alltagsaktivitäten bis ins hohe Lebensalter hinein gewahrt, das Sturzrisiko gesenkt und die Lebensqualität erhalten oder verbessert werden.

Beteiligung am europäischen Projekt „XoSoft“

Beteiligung am europäischen Projekt „XoSoft“

Weitere Informationen zum Projekt „XoSoft“ finden Sie hier.

GiBDAT-Projekt

GiBDAT-Projekt

Unsere Klinik war aktiv an der Entwicklung des Projektes Geriatrie-in-Bayern-Datenbank zur Messung der Ergebnisqualität beteiligt. Das Projekt ist im März 2000 nach längerer Vorplanungsphase offiziell gestartet. Hier war unsere Klinik ab Inbetriebnahme in dieses Projekt integriert.

Ziel ist der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank, die möglichst alle Behandlungsfälle der bayerischen Geriatrien in anonymisierter Form enthält. Dazu liefern die teilnehmenden Kliniken quartalsweise Daten und erhalten im Gegenzug eine Auswertung ihrer eigenen Daten (klinikinterne Analyse) und eine Auswertung des Gesamtdatenbestands (bayernweite Analyse). Mit der Kombination beider Auswertungen kann jedes Haus seine Daten bewerten und sehen, wie hoch seine therapeutische und wirtschaftliche Effizienz im Vergleich zum bayernweiten Durchschnitt ist. Dadurch wird eine ständige differenzierte Ermittlung der Ergebnisqualität in der Behandlung unserer Patienten ermöglicht.

Das GiB-DAT-Projekt wird durch die Ärztliche Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Geriatrie in Bayern e. V. (AFGiB e. V.) geleitet. Mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) besteht eine enge Kooperation, insbesondere was die rechtlichen Aspekte des GiB-DAT-Projektes betrifft.

Die Datenbank enthält inzwischen mehr als 900.000 Datensätze und ist in ihrer Art einzigartig. Sie ist Grundlage für die wissenschaftliche Auswertung der Diagnostik und Therapie bei geriatrischen Patienten, an der der Chefarzt der Klinik als Koordinator der Datenkommission des Projektes aktiv beteiligt ist.

Performance-Oriented Mobility Assessment (nach Mary E. Tinetti)

Performance-Oriented Mobility Assessment (nach Mary E. Tinetti)

Das Performance-Oriented Mobility Assessment erfasst bei älteren Menschen wichtige Faktoren des Gehvermögens wie Gleichgewicht und Gang. Diese lassen sich dadurch objektivieren, wodurch eine Verlaufsbeurteilung und Dokumentation möglich sind. Ebenso können der allgemeine und spezifische Interventionsbedarf ermittelt werden.

Mit unserer Arbeit liegt erstmals eine ausführliche, methodisch übersetzte und von Mary E. Tinetti autorisierten Fassung des POMA vor, die eine Vereinheitlichung im deutschen Sprachraum erreicht und eine bessere Vergleichbarkeit gewährleistet. Dadurch wird auch ein valider Einsatz als wissenschaftliches Testinstrument möglich.

POMA Handout
POMA Manual

Forschung im muskuloskelettalen Zentrum

Interdisziplinäres Zentrum für Wirbelsäulen und Skoliosetherapie und Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Der medizinische Fortschritt ermöglicht eine immer sicherere, schonendere und zielgerechtere Behandlung unserer Patienten. Am Malteser Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen beteiligen wir uns aktiv an wissenschaftlichen Forschungsprojekten in nationalen und internationalen Fachgesellschaften und kooperieren projektbezogen mit medizinischen Firmen. Wir tragen so einen Teil zum medizinischen Fortschritt bei und können unseren Patienten die beste Therapie anbieten.

Ansprechpartner für Forschungsarbeiten sind Herr Chefarzt PD Dr. med. Klaus Schnake des Interdisziplinären Zentrum für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie für Forschung im Bereich der Wirbelsäule und Herr Chefarzt Prof. Dr. med. Thomas Tischer und Frau PD Dr. med. Milena Pachowsky für Forschungsarbeiten in Orthopädie/Unfallchirurgie.
  

Laufende Forschungsprojekte

Laufende Forschungsprojekte

  • Europäischer Konsensus zur Revision einer vorderen Kreuzbandplastik (Leiter der ESSKA ACL Revision Working Group)
  • Teilnahme an Registerstudien: deutschsprachiges Arthroskopieregister (DART), kindliche Kreuzbandrupturen (Paediatric Anterior Cruciate Ligament Monitoring Initiative (PAMI), in Anmeldung)
  • Einfluß von Sportverletzungen auf die zukünftige sportliche Leistungsfähigkeit
  • Einsatz von Biologika in der Orthopädie: Orthobiologic initiative der ESSKA
  • Abrieb von Endoprothesen bei sportlicher Belastung (Kooperation mit der Universitätsmedizin Rostock)
  • Prävention von Sportverletzungen
  • Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Sportorthopädie
  • Einsatz von Sehnengrafts zur Augmentation bei Roatorenmanschettenrupturen
  • Knorpelbildgebung
  • Projekte zu qualitativer auch quantitativer Magnetresonanztomografie mit besonderem Fokus auf Knorpelbildgebung (T2 Mapping, CEST etc.) und Früh-Erkennung, erweiterte Diagnostik, von Gelenkerkrankungen und Prävention von Langzeitschäden
  • Einlage von Wunddrainagen bei dorsalen Spondylodesen. Notwendige Sicherheit oder unnötiges Relikt? Eine multizentrische prospektiv-randomisierte Interventionsstudie. (Forschungsförderung der Dt. Wirbelsäulenstiftung)
  • Einführung eines robotischen Assistenzsystems in eine wirbelsäulenchirurgische Klinik. Prospektive Evaluation der Lernkurve und Vergleich zur konventionellen Methode
  • EOFTT - Evaluierung von OF Klassifikation, Therapie Score und Therapieempfehlung für osteoporotische Wirbelfrakturen. Monozentrische Ergebnisse einer multizentrischen prospektiven Studie
Geplante Studien

Geplante Studien

  • Perkutane robotisch-assistierte Stabilisation instabiler geriatrischer Beckenfrakturen.
  • Minimalinvasive, robotisch-assistierte laterale Implantation von intervertebralen Cages in XLIF-Technik
  • Minimalinvasive, robotisch-assistierte dorsale Stabilisation mit Cortical Bone Trajectory Screws
  • Internationale Evaluation der OF-Klassifikation und des OF-Scores für osteoporotische thorakolumbale Frakturen (AO Spine)
Wissenschaftliche Kooperationspartner

Wissenschaftliche Kooperationspartner

  • Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der PMU Nürnberg (Prof. Bail)
  • Orthopädische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Rostock (Prof. Mittelmeier, PD Lutter, Dr. Lenz)
  • Centre Hospitalier Luxembourg and Luxembourg Institute of Reserach in Orthopaedics, Sports Medicine and Science (LIROMS) (Prof. Romain Seil, Luxemburg)
  • Klinikum Lichtenfels (Dr. Harrer)
  • Sektion Wirbelsäule der DGOU
  • AG Osteoporotische Frakturen der DGOU
  • Knowledge Forum Trauma der AO Spine
  • Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Köln (AöR) (PD M. Scheyerer)
  • Zentrum für Muskuloskelettale Chirurgie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, PD M. Pumberger
Publikationen

Publikationen

Hier finden Sie die wissenschaftlichen Publikationen, Buchkapitel und Artikel von Herrn PD Dr. med. Klaus Schnake und Herrn Prof. Dr. med. Thomas Tischer.

Wissenschaftliche Preise/Awards

Wissenschaftliche Preise/Awards

  • 2022: Georg-Schmorl-Preis der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) im Jahr 2022 für die beste wissenschaftliche Publikation auf dem Gebiet der Wirbelsäulenforschung von Ullrich, Schnake et al.
     
  • 2020: 3. Platz beim Young Investigator Award der GOTS 2020
    „In Vivo Belastungsmessung im Wakeboardsport: Implikation für Belastungssteuerung und präventive Ansätze“ Neuse, Sander, Xiping, Lutter, Tischer
     
  • 2017: ESSKA-AOSSM Traveling-Fellowship 01.07.-23.07.2017
     
  • 2016: Best Paper Award, Global Spine Journal
    3. Platz beim Young Investigator Award der GOTS 2016
    „Neue Methode zur Herstellung eines standardisierten Wachstumsfaktorpräparates aus Thrombozytenkonzentraten“ Sander F, Kieb M, Bader R, Prinz C, Peters K, Tischer T
     
  • 2010: Posterpreis der Vereinigung für Grundlagenforschung der DGOOC „Schwierigkeit biomechanischer Versuchsreihen – Analyse und Reduktion systematischer Fehler im Kleintiermodell“ Prodinger P, Bürklein D, Holzapfel B, Banke I, Kreutzer K, Tischer T
     
  • 2007: AGA Stipendium 01.04-15.05.2007 Department of Orthopaedic Surgery, University of Pittsburgh. Tischer
     
  • 2006: AGA Don JOY AWARD 2006 „ Tissue Engineering of the anterior cruciate ligament: A new method using acellular tendon allografts and autogenous fibroblasts“ Tischer, Vogt. Et al.
     
  • 2002: „Hans-Liniger-Preis 2002“ as Koautor (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie)