Frakturen (Wirbelbrüche)

Es gibt zahllose Arten von Frakturen (Wirbelbrüchen) der Wirbelsäule – und genauso viele verschiedene Behandlungsmethoden. Unsere Behandlung erfolgt ganz individuell

Das gesamte Gewicht des Oberkörpers lastet auf der Wirbelsäule. Sie überträgt die Kräfte und Lasten von Kopf und Rumpf auf Becken und Beine. Ein Wirbelbruch kann daher schwerwiegende Folgen haben.


Aufbau und Funktion der Wirbelsäule: Die Wirbelsäule wird auf der Rückseite von der kräftigen Rückenmuskulatur bedeckt. Ihre vorderen Abschnitte, die Wirbelkörper, sind in das Gewebe des Halses sowie in die Brust- und Bauchhöhle eingebettet.

Mit ihren 24 freien Wirbeln hält die Wirbelsäule den Körper aufrecht und ermöglicht einen großen Bewegungsradius. Sie trägt die ganze Last des Körpers, gleichzeitig schützt sie unser Rückenmark, das im knöchernen Wirbelkanal der Wirbelsäule verläuft.

Ursachen und Symptome

Diagnostik

Falls der Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule besteht, führen unsere Wirbelsäulenspezialisten zunächst eine vorsichtige körperliche Untersuchung durch und überprüfen die Funktion Ihres Nervensystems, z. B. ob im Bereich der Arme und Beine Bewegung und Gefühl vollständig sind. Allerdings kann die körperliche Untersuchung eine Verletzung der Halswirbelsäule nie vollständig ausschließen oder nachweisen.


Bildgebung bei Verdacht auf Frakturen
Die Verletzungen werden mittels Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) diagnostiziert.

Zunächst werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Sehen unsere Spezialisten hier bestimmte Verletzungszeichen, muss der verdächtige Wirbelsäulenabschnitt mittels Computertomografie (CT) weiter abgeklärt werden. Mit einer Magnetresonanztomografie (MRT) können Schäden an Ihrer Wirbelsäule frühzeitig erkannt werden, auch wenn sie in der der CT noch nicht erkennbar sind. Dies ist vor allem bei osteoporotischen Brüchen wichtig. Des Weiteren kann bei ausgeprägter Wirbelsäulendegeneration zwischen alten und frischen Brüchen unterschieden werden. 

Behandlung

Behandlung von Wirbelbrüchen – nicht immer ist eine OP notwendig.
Leichtere Verletzungen an der Wirbelsäule können konservativ, das heißt ohne Operation, behandelt werden. Eine engmaschige Kontrolle ist hier häufig nötig, um eine zunehmende Verschlechterung zu erkennen.

Wenn aber zum Beispiel einzelne Wirbel verschoben oder zertrümmert wurden, kann dies schlimmstenfalls zu einer Querschnittslähmung führen. Hier muss operativ behandelt werden, um Stabilität, Belastbarkeit und Form der Wirbelsäule schnellstmöglich wiederherzustellen.