Pflegezentrum St. Elisabeth Marienhospital Seniorenpflegezentrum
https://www.waldkrankenhaus.de/kliniken/fachbereiche/chirurgie/qualitaet.html?zsS_1=3

Chirurgische Klinik

Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Qualitätssicherung

BAQ

Von Seiten des Gesetzgebers (SGB V: §112, §135a und §137) sind Ärzte zur Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen verpflichtet.

Dieser Vorgabe wird die Chirurgische Klinik seit vielen Jahren durch – früher freiwillige, seit einigen Jahren verpflichtende – Teilnahme an den Qualitätssicherungs-Maßnahmen der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung in der stationären Versorgung (BAQ) gerecht.

Für sogenannte Tracerdiagnosen erfolgt die Datenerfassung (Risikofaktoren, Angaben zur präoperativen Diagnostik, intraoperativer Befund, Operationsmethode, Operations- und Aufenthaltsdauer, intra- und postoperative Komplikationen) und Datenmeldung an die BAQ, welche die Datenauswertung zum bundesweiten Vergleich der Versorgungsqualität aller beteiligten Krankenhäuser vornimmt.

Der Vergleich bestimmter Kennzahlen ermöglicht den teilnehmenden Krankenhäusern die Einordnung der eigenen Leistungsfähigkeit und Qualität (Benchmarking). Darüber hinaus bieten sie Patienten und einweisenden Ärzten die Möglichkeit, sich anhand objektiver Zahlen einen Überblick über das Leistungsangebot einer Klinik zu verschaffen (Transparenz).

Hernienchirurgie

Seit Dezember 2012 werden bei entsprechendem Einverständnis der jeweiligen Patienten zudem alle von uns durchgeführten  Hernienoperationen im deutschlandweiten Register Herniamed (www.herniamed.de) erfasst und zentral ausgewertet. Hierbei handelt es sich um ein bundesweites Netzwerk von besonders an der Hernienchirurgie interessierten Chirurgen bzw. Kliniken. Kernpunkt des Herniamed-Projekts ist eine Qualitätssicherungsstudie, in die die teilnehmenden Kliniken und Chirurgen die durchgeführten Hernienoperationen nach fundiertem wissenschaftlichem Standard eingeben können. Die Ergebnisse der Behandlungen werden bis zu zehn Jahre nachverfolgt. Auf der Basis dieser Ergebnisse können die Experten dann die besten Therapieoptionen für die Patienten erarbeiten.

Damit die Ergebnisse der Qualitätssicherungsstudie allen frei zugänglich gemacht und weitere wissenschaftliche Ergebnisse publiziert werden können, wurde das Online-Journal Herniamed gegründet.

Um Patienten, Angehörige und sonstige Interessierte möglichst umfänglich über das Thema Eingeweidebrüche zu informieren, wurden von Herniamed eine Patienteninformationsseite sowie ein Lexikon mit entsprechenden Begriffserläuterungen auf der Webseite (www.herniamed.de) integriert. Hier erhält der Betroffene oder Interessierte umfangreiche Informationen zu den Themenbereichen Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch, epigastrischer Bruch, parastomaler Bruch und Zwerchfellbruch (Hiatushernie).

Aufgrund der von uns ins Herniamed-Register eingebrachten Behandlungsdaten wurde uns im November 2013 das Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) verliehen.

Des Weiteren erfolgt in der Chirurgischen Klinik am Waldkrankenhaus auch eine interne Qualitätssicherung durch regelmäßig stattfindende Morbiditätskonferenzen und entsprechende –statistiken.

Schilddrüsenchirurgie

Bei im Waldkrankenhaus St. Marien durchgeführten Schilddrüsenoperationen findet regelhaft und standardmäßig das sog. "Neuromonitoring" statt. Es handelt sich hierbei um eine elektronische Hilfe zum Aufsuchen des Stimmbandnervs während nervengefährdender Eingriffe an der Schilddrüse oder den Nebenschilddrüsen.

Zu diesem Zweck wird an am Beatmungstubus angebrachten Elektroden ein Messgerät angeschlossen, durch das wir mittels einer weiteren „Handelektrode“ die Intaktheit des Stimmbandnervs während der Operation überprüfen und ein höchstes Maß an Sicherheit (d.h. sicheres Schonen des Nervs) erzielen können.

Seit Dezember 2012 ist die Chirurgische Klinik des Waldkrankenhauses St. Marien zudem als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert. Im Rahmen der für diese Zertifizierung erforderlichen ärztlichen Qualifikationen und Nachweisen bezüglich der Fallzahlen und Therapieerfolge werden von uns unter anderem Komplikationen wie Verletzungen des Kehlkopfnervs oder postoperative Nachblutungen statistisch erfasst. Diese Zahlen müssen dem von der Zertifizierungsstelle der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) festgelegten Qualitätsstandard entsprechen, um die Zertifizierung zu erhalten.

Ebenso sind mit diesem Qualitätsnachweis verschiedene verpflichtende Weiter- und Fortbildungen für die operierenden Chirurgen vorgeschrieben, so dass fortwährend eine Patientenbehandlung nach aktuellem medizinischen Standard gewährleistet werden kann.

Onkologie

Zur Erfassung möglicher beruflicher oder regionaler Faktoren, welche die Entstehung bösartiger Tumoren begünstigen, erfolgt zudem die Datensammlung und -aufarbeitung von Patientendaten durch das Tumorzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg im Tumorregister.

Durch die Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen und fachübergreifenden Tumorkonferenzen, sowie durch klinikinterne regelmäßige Fall- und Therapiebesprechungen in der Interdisziplinären Onkologischen Arbeitsgemeinschaft wird die Einhaltung aktueller Standards bei der Behandlung von Krebserkrankungen gewährleistet.

Krankenhaushygiene

Nachdem bereits zuvor entsprechende klinik- bzw. abteilungsinterne Erfassungen durchgeführt worden waren, nimmt die Chirurgische Klinik des Waldkrankenhauses St. Marien seit Januar 2011 am „KISS“ (Krankenhaus Infektions Surveillance System) teil. Hierbei werden für jeweils wechselnde Marker-Eingriffe lückenlos Hygiene- und Wundinfektionsdaten erfasst und entsprechende Statistiken erhoben, um im Rahmen einer Datenauswertung einen Vergleich der Hygienequalität mit anderen Krankenhäusern zu ermitteln.