Pflegezentrum St. Elisabeth Marienhospital Seniorenpflegezentrum
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Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin – Blutdepot

Chefarzt Dr. med. Günther Lauer

Leitung

Chefarzt Dr. med. Günther Lauer

Sekretariat

Frau Mehl
Tel.: 09131 822-3268
Fax: 09131 822-3463
E-Mail: anaesthesie@waldkrankenhaus.de

 

In unserer Klinik stellen 16 Fachärzte (davon 1 Chefarzt und 5 Oberärzte) und 10 Weiterbildungsassistenten unter der Leitung von Chefarzt Dr. G. Lauer die anästhesiologische, intensivmedizinische, schmerztherapeutische und notfallmedizinische Versorgung der Patienten des Waldkrankenhauses sicher.

Unterstützt werden sie von 26 Anästhesiepflegekräften unter der Leitung von Herrn E. Treuheit und 45 Intensivpflegekräften unter der Leitung von Frau R. Kraus. Über die Hälfte der Mitarbeiter hat die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivmedizin absolviert.

Für eine optimale Organisation der Klinik sorgt unsere Sekretärin Frau J. Mehl.

Ambulante OP-Vorbereitung (AOV)/Anästhesieambulanz

Die meisten unserer Patienten werden bereits einige Tage vor ihrem Operationstermin in unserer AOV für den geplanten Eingriff vorbereitet.

Dazu gehören die Aufklärung und Untersuchung durch einen Anästhesisten und den jeweiligen Operateur, erforderliche Untersuchungen (z.B. Blutgruppe, EKG oder Röntgen), aber auch die Vorbereitung durch erfahrene Pflegekräfte, um eine optimale Versorgung während des stationären Aufenthaltes zu gewährleisten.

Dieses vorstationäre Vorgehen bringt für unsere Patienten viele Vorteile:

  • Es genügt, wenn die Patienten erst am Abend vor dem Operationstermin oder häufig auch erst am Operationstag morgens stationär aufgenommen werden.
  • Werden bei den Voruntersuchungen Begleiterkrankungen aufgedeckt, bleibt in der Regel ausreichend Zeit, diese abzuklären bzw. entsprechende therapeutische Maßnahmen zu ergreifen, ohne den Operationstermin verschieben zu müssen.
  • Unsere Patienten haben ausreichend Gelegenheit, die geplanten Maßnahmen in Ruhe zu überdenken und Vorteile und Risiken gegeneinander abzuwägen.
  • Die Terminvergabe für die vorstationäre Diagnostik kann kurzfristig erfolgen
    (Tel. 09131 822-3292). Bei Patienten, die von unseren Beleg- und Honorarärzten operiert werden, erfolgt sie meist online aus der Praxis dieser Ärzte.

Anästhesie

Unsere Klinik führt im Jahr ca. 6500 Narkosen für alle operativen Abteilungen des Krankenhauses sowie für sämtliche Beleg- und Honorarärzte durch.

Durch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, die Universitätskliniken für Orthopädie, orthopädische Rheumatologie und Urologie sowie die Fachbereiche Augenheilkunde, Gefäßchirurgie, Gynäkologie, HNO,  Kieferchirurgie und Neurochirurgie ergibt sich ein breit gefächertes operatives Spektrum.

Zum Einsatz kommen alle gängigen modernen Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie. Großen Wert legen wir auf eine effektive Schmerztherapie nach operativen Eingriffen. Mit der Anlage von Schmerzkathetern oder der Gabe verschiedener Schmerzmedikamente wird die Behandlung starker Schmerzen bereits vor oder während der Operation begonnen. Im weiteren Verlauf sorgt unser Akutschmerzdienst für eine optimale Schmerzlinderung. Selbstverständlich werden auch Patienten mit chronischen Schmerzen in gleicher Weise behandelt und betreut.

Uns stehen insgesamt 10 hochmoderne Operationssäle und 3 Aufwachstationen mit insgesamt 23 Betten für eine optimale Überwachung unserer Patienten zur Verfügung.

Intensivmedizin

In unserer hochmodern eingerichteten interdisziplinären Intensivstation haben wir auf bis zu 18 Bettplätzen die Möglichkeit, Patienten nach schweren Operationen oder mit gravierenden Begleiterkrankungen zu überwachen und zu behandeln. 3 Oberärzte mit der Zusatzausbildung "Intensivmedizin" sorgen für eine hochkompetente ärztliche Versorgung unserer Patienten. Speziell für die Betreuung von Intensivpatienten ausgebildete Pflegekräfte – die meisten von ihnen mit der entsprechenden Fachweiterbildung – stellen einen hohen Pflegestandard sicher. Dem neuesten Stand der Technik entsprechende Beatmungsgeräte und Überwachungsmonitore helfen uns, auch schwerstkranke Patienten effektiv und auf einem sehr hohen Sicherheitsniveau behandeln zu können.

Gerade auf der Intensivstation bemühen wir uns um menschliche Zuwendung zum Patienten und seinen Angehörigen im Sinne unseres Leitsatzes "...für den Menschen!".

Die Inhalte von Patientenverfügungen nehmen wir sehr ernst. Wir versuchen, auch in Grenzsituationen bei allen therapeutischen Entscheidungen den Willen des Patienten bestmöglich zu berücksichtigen.

Notfallmedizin

Mit einem durchgängigen Gesamtkonzept stellen wir sicher, dass Notfälle im gesamten Krankenhaus schnell und wirkungsvoll behandelt werden können. Über eine allen Mitarbeitern bekannte Notfallnummer wird das Notfallteam (Anästhesist und Intensivpflegekraft) angefordert. Dieses stellt die Erstversorgung vor Ort sicher und leitet die weiteren therapeutischen Maßnahmen ein.

Alle Mitarbeiter des Krankenhauses werden regelmäßig in der Erstversorgung von Notfallpatienten geschult. Einheitliche Notfallwägen auf allen Stationen garantieren optimale Behandlungsmöglichkeiten.

Automatische externe Defibrillatoren (AED) stellen sicher, dass bei einem Herz-Kreislaufstillstand mit geschultem Pflegepersonal ohne Zeitverzögerung eine hocheffiziente Therapie eingeleitet werden kann.

Schmerztherapie

Großen Wert legen wir auf eine effektive Schmerztherapie für unsere Patienten. Unsere Klinik stellt dazu einen rund um die Uhr verfügbaren Akutschmerzdienst sowie einen Konsiliardienst für chronische Schmerzpatienten und Tumorpatienten unseres Krankenhauses bereit.

Es stehen verschiedene Konzepte zur Schmerzbehandlung operativer Patienten der einzelnen Fachabteilungen zur Verfügung: Starke postoperative Schmerzen werden intravenös mit Schmerzmedikamenten oder mithilfe von Regionalanästhesieverfahren in Kathetertechnik mit höchster Effizienz bekämpft. Sehr häufig kommen dabei elektronisch gesteuerte Spritzenpumpen zum Einsatz, über die sich der Patient je nach Schmerzintensität selbst Einzeldosen verabreichen kann (Patientenkontrollierte Analgesie: PCA).

In Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken unseres Krankenhauses werden chronisch Schmerzkranke interdisziplinär behandelt. Neben einer medikamentösen Therapie und regionalanästhesiologischen Verfahren kommen ergänzend TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation), Physiotherapie und physikalische Therapie zum Einsatz.

Blutdepot

In unserem Blutdepot werden jährlich über 3.500 Erythrozyten-Konzentrate (rote Blutkörperchen), 1.000 Gefrierplasmen und 50 Thrombozyten-Konzentrate (Blutplättchen) ausgegeben. Außerdem werden ca. 8.000 Blutgruppenbestimmungen und Kreuzproben durchgeführt.

Die Entscheidung zur Transfusion wird für jeden Patienten individuell und nach reichlicher Überlegung getroffen. Ein Patient erhält Blutprodukte nur, wenn er sie zwingend benötigt. Dabei ist die Sicherheit des Patienten oberstes Gebot.

Alle Blutprodukte werden vom Blutspendedienst gründlichst auf Krankheitserreger untersucht und in unserem Labor für jeden einzelnen Patienten auf Verträglichkeit geprüft. Eine Bluttransfusion ist somit nur noch mit sehr geringen Risiken verbunden.

Wenn möglich setzen wir als fremdblutsparende Maßnahme die maschinelle Autotransfusion ein. Dabei wird das Wund- oder Drainagenblut so aufbereitet, dass die roten Blutkörperchen dem Patienten zurückgegeben werden können. Bluttransfusionen können so auch bei blutverlustreichen Operationen vermieden oder zumindest deutlich reduziert werden. Wann dieses Verfahren zum Einsatz kommen kann, muss in Abhängigkeit von der Operation und dem Zustand des Patienten entschieden werden.

Die Möglichkeit zur Eigenblutspende (EBS) bei langfristig planbaren Operationen bieten wir inzwischen nicht mehr an. Die EBS wurde hauptsächlich vor der Implantation von Hüft- oder Knieendoprothesen durchgeführt. Durch eine optimierte Operationstechnik sind größere Blutverluste bei diesen Eingriffen äußerst selten, so dass Patienten durch eine präoperative EBS keine Vorteile mehr haben.

Alle Informationen finden Sie auch in unserem Folder
Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin – Blutdepot (.pdf, 484 kb)