Das Interdisziplinäre Zentrum für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie am Malteser Waldkrankenhaus Erlangen hat seine ersten Wirbelsäulenoperationen mit dem Medtronic Stealth AXiS™ Surgical System durchgeführt – einer Plattform der nächsten Generation, die Operationsplanung, Navigation und Robotik in einem einzigen integrierten System vereint.
„Damit ist das Waldkrankenhaus derzeit das einzige Zentrum außerhalb der USA, dass nahezu zeitgleich zwei robotisch unterstützte Eingriffe in zwei Operationssälen durchführen kann. In Verbindung mit der langjährigen Erfahrung und interdisziplinären Expertise von Chefarzt PD. Dr. Klaus Schnake und seinem Team, entsteht dadurch ein einzigartiges, zukunftsweisendes Hospitationszentrum,“ so Tobias Hagemeyer, Business Director Germany Cranial & Spinal Technologies von Medtronic.
Kontinuierliche Spitzenleistung seit 2021
Dieser weitere Meilenstein baut auf der langjährigen Expertise des Zentrums auf. Bereits 2021 startete das Malteser Waldkrankenhaus als erstes Krankenhaus in Süddeutschland mit dem ersten integrierten OP-Assistenzsystem – dem OP-Roboter Mazor X™ des weltweit führenden Medizintechnik-Anbieters Medtronic. Seitdem fungiert das Interdisziplinäre Zentrum für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie als europäisches Referenzzentrum von Medtronic für Robotik an der Wirbelsäule und gehört weltweit zu den führenden Kliniken.
„Als Zentrum mit der größten Erfahrung im Bereich der Robotik bei Wirbelsäulenoperationen sind wir sehr stolz darauf, nun die nächste Generation dieser Technologie anwenden zu können. Für unsere Patienten bedeutet das noch mehr Sicherheit und vorhersagbare Ergebnisse.“ erklärt PD Dr. Klaus Schnake, Chefarzt des Interdisziplinären Zentrums für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie.
Kürzere und schonendere Wirbelsäulenoperationen für die Patienten
Durch die Digitalisierung und den Einsatz robotischer Assistenzsysteme konnte die Patientenzufriedenheit in den letzten Jahren noch weiter gesteigert werden. Zu den wesentlichen medizinischen Vorzügen gehören:
- Deutlich erhöhte Sicherheit und exakteres Operieren
- Sichere Schonung der Gefäßnervenbündel
- Reduzierter Blutverlust bei größtmöglicher Präzision
- Noch schonendere und kürzere Eingriffe
Diese führen nach der Operation zu geringerem Wundschmerz, besseren funktionellen Ergebnissen, schnellerer Mobilität sowie einer rascheren Wiedereingliederung in den Alltag – kurzum zu einer deutlich beschleunigten Genesung.
Erneute millionenschwere Investition
„Mit dieser weiteren millionenschweren Investition werden am Waldkrankenhaus digitale Integration und maschinelle Präzision mit menschlicher Flexibilität, Sensibilität und jahrelanger Erfahrung auf ein weiteres Topniveau gehoben, so dass nun robotisch unterstützte Wirbelsäuleneingriffe in zwei Operationssälen durchgeführt werden können,“ betont Dr. Carsten Haeckel, Geschäftsführer des Malteser Waldkrankenhauses.
Das Zentrum für Robotische Chirurgie im Waldkrankenhaus
Bereits seit 2021 setzt das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien robotische Assistenzsysteme im Interdisziplinären Zentrum für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie und der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ein. Zusammen mit Industriepartnern wird die Technologie im Interesse der Patienten über die tägliche Anwendung hinaus laufend weiterentwickelt.
„In den letzten 5 Jahren sind wir zu einem der führenden Zentren der Wirbelsäulenrobotik in Europa geworden. Konsequenterweise setzen wir diesen Weg nun mit dem neuesten und am weltweit am weitesten entwickelten Robotiksystem „Stealth AXiS“ fort,“ führt Chefarzt PD Dr. Klaus Schnake weiter aus.
Das Stealth AXiS™-System
Das Stealth AXiS™-System ist Teil des intelligenten AiBLE™-Ökosystems von Medtronic, das Planung, Navigation und Durchführung miteinander verbindet, um einen stärker integrierten Ansatz in der chirurgischen Versorgung zu unterstützen.
Operative Eingriffe gleich welcher Komplexität können im Vorfeld mit einer digitalen 3D-Therapieplanung auf Basis der radiologischen Bildbefunde der Patienten detailliert vorbereitet werden. Diese umfassende Behandlungsplanung wird über das integrierte Bild- und Navigationssystem im Operationssaal nahtlos und hochpräzise auf die tatsächlichen Verhältnisse am Patienten übersetzt. Der Assistenzroboter unterstützt den Chirurgen intraoperativ dabei, die Planung 1:1 umzusetzen. Trotz der extrem hohen Präzision und Sicherheit des OP-Roboters wird die eigentliche chirurgische Arbeit – also das Schneiden, Bohren und Schrauben – weiterhin von den erfahrenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt. Entscheidende Vorteile gegenüber der ersten Generation welche ebenfalls mit sehr hoher Präzision seit 2021 im Einsatz ist, sind:
- eine deutlich schnellere und intuitivere Referenzierung des Assistenzsystems sodass die Operationszeit signifikant verkürzt werden kann
- mehr Möglichkeiten auch während der Operation Bildgebungen in die Operation mit einfließen zu lassen
- eine zusätzliche elektromagnetische Navigation mit der sich in Echtzeit Veränderungen der Wirbelsäulenkonfiguration darstellen lassen
Das System folgt somit einer konsequenten Weiterentwicklung mit Simplifizierung und Optimierung der Prozesse bei weiter steigender Präzision.