Pflegezentrum St. Elisabeth Marienhospital Seniorenpflegezentrum
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Leitbild

Mit dem Leitbild hat sich unsere Einrichtung, das Waldkrankenhaus St. Marien, eine geistige Grundlage und Richtschnur gegeben, wie wir unseren Auftrag bei den Menschen verstehen.

Wir freuen uns und sind dankbar über das gelungene Werk, das von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedenen Fachbereichen mit großem Engagement erstellt worden ist.

Vorwort

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter !

Orientierung tut not, auch im Dienst an den Kranken, zumal in dieser Zeit großen Umbruchs und der damiteinhergehenden Verunsicherungen und Gefährdungen. Darum freut es mich und die ganze Gemeinschaft der St. Franziskusschwestern Vierzehnheiligen, dass sich das Waldkrankenhaus St. Marien im guten Zusammenwirken von Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen das vorliegende Leitbild erarbeitet hat.

Es zeigt die Richtung an, in die sich ganz im Sinn unserer Gemeinschaft das Walkrankenhaus St. Marien weiter entwickeln soll. Und es atmet den Geist, der unseren Beitrag zum Schutz des Lebens und der Menschenwürde unter veränderten Rahmenbedingungen auch in Zukunft prägen soll, den Geist Jesu Christi. 
Diese Treue zu unserem Ursprung leben wir dankbar.

Nun steht die Arbeit mit dem Leitbild an. Ich bitte herzlich darum, es oft in Gebrauch zu nehmen als Richtschnur, Maßstab und Quelle der Anregung für die gemeinsame Suche nach den lebensfördernden Lösungen in allen Bereichen.

Möge das Leitbild dazu beitragen, dass Ihre Freude am Beruf weiter wächst, das Gute sich ausbreitet und vielen Kranken Hilfe und Heil zuteil wird. Gottes Segen leite und begleite Sie dabei.

Im August 2004 

gez. Schw. M. Christine Köberlein, Generaloberin

Präambel

Das Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen ist eine Einrichtung der Kongregation der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen. Die Ordensgemeinschaft sieht ihren Auftrag darin, nach dem Vorbild des hl. Franziskus zu leben und den Geist Jesu Christi zu verwirklichen.

Dazu gehört seit ihrer Gründung wesentlich, sich der Menschen in Not und Krankheit anzunehmen, so dass für sie Gottes Liebe und Barmherzigkeit an Leib und Seele erfahrbar wird. Die St. Franziskusschwestern wollen damit der Caritas als einer Lebens- und Wesensäußerung der katholischen Kirche sichtbaren Ausdruck geben.

Unter diesem Auftrag und dieser Zielsetzung steht auch das Waldkrankenhaus St. Marien: Es soll den Kranken, die es aufsuchen, Hilfe auf der Höhe der Zeit leisten und dabei Ort sein und bleiben, an dem der Geist Jesu Christi das Handeln bestimmt und immer wieder neu Gestalt gewinnt. Aus diesem Grund hat das Waldkrankenhaus St. Marien sich das vorliegende Leitbild gegeben - als Richtschnur und Orientierungshilfe für alle, die an seinem Auftrag und seiner Zielsetzung "... für den Menschen... " mitarbeiten.

Unser Bild vom Menschen

Jeder Mensch gilt uns in seiner Person als einmalig und unverwechselbar. Er ist von Gott gewollt und nach seinem Abbild geschaffen. Dadurch kommt jedem Menschen hohe Würde zu. 
Er hat sie von Anfang an und verliert sie niemals, auch nicht durch Krankheit, Sterben und Tod. Sie ist unantastbar. Wir haben darum Ehrfurcht vor dem Leben in seinem Werden, Sein und Vergehen.

Seine Würde hat der Mensch unabhängig von seinen Fähigkeiten und Leistungen, seiner Herkunft und seiner gesellschaftlichen Position, seiner Nationalität und Weltanschauung. Weil alle Menschen von Gott angenommen und geliebt sind, sind sie für uns alle auch gleich wertvoll und bedeutsam.

Unsere Arbeit für die Patienten

Im Waldkrankenhaus St. Marien haben wir den ganzen Menschen im Blick. Wer sich uns anvertraut, soll sich bei uns angenommen, verstanden und geborgen fühlen. Darum richten wir unsere Arbeit an folgenden Grundsätzen aus:

  • Alle Patienten und ihre Angehörigen achten, behandeln und unterstützen wir freundlich, einfühlsam und entgegenkommend

  • Wir gehen, soweit wie möglich, auf die individuellen, psychischen, sozialen und religiösen Bedürfnissse der Patienten und ihrer Angehörigen ein

  • Zum Wohl und zur Sicherheit unserer Patienten arbeiten wir auf hohem fachlichen Niveau und passen unser Können immer wieder dem aktuellen Erkenntnisstand an

  • Um den Patienten unnötige Belastungen zu ersparen, wägen wir gründlich ab, welche Maßnahmen ihnen wirklich nützen

  • Wir informieren sie ausführlich und verständlich über die Erkrankung, Diagnostik, Therapie und Pflege und haben ein offenes Ohr für ihre Fragen und Sorgen

  • Wir respektieren den Willen der Patienten und achten darauf, ihre Selbständigkeit soweit wie möglich zu erhalten und zu fördern

  • In den Angehörigen sehen wir wichtige Partner im Heilungsprozess

  • Wir beziehen sie mit ein und leiten sie auch für die Pflege daheim an

  • Wir legen großen Wert darauf, dass die Sterbenden in unserem Haus Begleitung erfahren und ihren Lebensweg in Würde und Hoffnung vollenden können

Unser Miteinander in der Dienstgemeinschaft

Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gleich in welcher Aufgabe und Position, bilden eine Dienstgemeinschaft. Wer bei uns arbeitet, soll Unterstützung erfahren, sich angenommen wissen und wohlfühlen und sich für die Ziele des Hauses einsetzen.

In unserem Miteinander leiten uns folgende Grundsätze:

  • Wir achten uns alle gegenseitig als Partner, die mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass unser Haus seinen Auftrag erfüllen kann

     

  • Vorgesetzte und Mitarbeiter respektieren sich in gegenseitiger Wertschätzung und arbeiten vertrauensvoll zur gemeinsamen Zielfindung und Problemlösung zusammen

     

  • Entscheidungen sollen transparent und nachvollziehbar sein. Darum geben und holen wir uns gegenseitig Information und Hintergrundwissen

     

  • Wir begegnen uns wohlwollend und höflich, ehrlich und rücksichtsvoll, und nehmen einander in unseren Anschauungen, Anliegen und Vorschlägen ernst

     

  • Durch Lob und Anerkennung motivieren wir einander, uns entsprechend unseren Fähigkeiten zu engagieren

     

  • Mit Fehlern und Unzulänglichkeiten gehen wir sachlich und konstruktiv um. Wir sprechen das Vorgefallene konkret an, werten dabei aber nicht die Person ab

     

  • Konflikte versuchen wir, zuerst im offenen Gespräch unter den Beteiligten, partnerschaftlich und kompromissbereit zu bewältigen

     

  • Wir sehen nicht nur unseren eigenen Bereich, wir bringen auch den anderen Gruppen und Diensten im Haus Interesse und Verständnis entgegen und arbeiten interdisziplinär und bereichsübergreifend gut zusammen

     

  • Auszubildende, Studenten und Praktikanten fördern wir durch qualifizierte Ausbildung, gezielte Anleitung und Betreuung in fachlicher und persönlicher Hinsicht

     

  • Wir pflegen das Miteinander im Haus, in Besprechungen innerhalb und zwischen den Arbeitsbereichen sowie in gemeinsamen Unternehmungen und Feiern

Unser Haus in seinem Umfeld

Für das Waldkrankenhaus St. Marien bleibt es immer auch ein Ziel, gut in die Stadt und Region integriert zu sein und hohes Vertrauen zu genießen. Dies erwerben wir uns durch die Qualität unserer täglichen Leistung im Haus und durch unsere Präsentation in der Öffentlichkeit.

Hierfür gelten folgende Grundsätze:

  • Mit allen, die für uns oder für die wir eine Leistung erbringen, arbeiten wir fair, verlässlich und partnerschaftlich zusammen. Bei der Auswahl unserer Partner versuchen wir, unsere Wertvorstellungen zu berücksichtigen

     

  • Wir streben mit den umliegenden Kliniken, den niedergelassenen Ärzten, den ambulanten Diensten und anderen Institutionen des Gesundheitswesens eine wirtschaftlich und fachlich sinnvolle Abstimmung und Vernetzung an

     

  • Wir suchen und pflegen den persönlichen Kontakt und Erfahrungsaustausch mit Kollegen in anderen Häusern, Haus- und Fachärzten und anderen für unsere Arbeit maßgeblichen Personen und Institutionen

     

  • Unser Wissen und unsere Erfahrungen geben wir auf Tagungen und Informationsveranstaltungen gern an Kollegen und die Bevölkerung weiter. Wir kooperieren dabei auch mit anderen Einrichtungen

     

  • Wir betreiben gezielt Öffentlichkeitsarbeit und präsentieren uns dabei als Haus, das fachliche Kompetenz mit persönlicher Betreuung und menschlicher Atmosphäre verbindet

Unser Bemühen um Wirtschaftlichkeit

Das Waldkrankenhaus St. Marien hat als oberstes Ziel die fachlich, wie menschlich hohe Qualität der Versorgung und Betreuung der Patienten. Um dies auf Dauer erreichen zu können ist jedoch auch wirtschaftlich verantwortliches Handeln von allen gefordert.

Folgende Grundsätze leiten uns dabei:

  • Wir geben und wir verschaffen uns die erforderlichen Kenntnisse über ökonomische Zusammenhänge in unserem Verantwortungsbereich

     

  • Mit den verfügbaren Mitteln, Apparaten und Materialien gehen wir sorgfältig und sparsam um

     

  • Wir arbeiten rationell in der Organisation der eigenen Arbeit, der Abstimmung der Betriebsabläufe und in der Planung des Personaleinsatzes

     

  • Für neue Methoden, Modelle und Regelungen zur flexiblen und effizienten Gestaltung der Arbeit im Haus sind wir offen

     

  • Wir optimieren die Erlöse für unser Haus. Dazu gehört die sorgfältige und vollständige Dokumentation unserer Leistungen und die Nutzung und Erschließung anderer Einnahmequellen

     

  • In unserem Bemühen um wirtschaftliches Handeln geben wir auch den Zielen des Umweltschutzes und der Umweltverträglichkeit einen hohen Stellenwert

Unsere christliche Orientierung

Das Waldkrankenhaus St. Marien ist eine Einrichtung in christlicher Trägerschaft und Ausrichtung. Dies soll in unserer Arbeit und in der Ausgestaltung unseres Hauses wohltuend und glaubwürdig spürbar sein.

Wir orientieren uns dabei an folgenden Grundsätzen:

  • Auch Menschen anderen Glaubens sehen und behandeln wir vorbehaltlos als unsere „Nächsten“. Wir respektieren und achten ihre religiösen Anschauungen und Gewohnheiten

  • Wir stehen ein für den Schutz allen Lebens und führen keine Behandlungen durch, die den ethischen Positionen der katholischen Kirche widersprechen

  • Der seelsorglichen Begleitung der Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter geben wir in unserem Haus einen hohen Stellenwert

  • Wir bieten Raum und Möglichkeit zum religiösen Innehalten, zu Gebet, Besinnung und Gottesdienst. Dabei pflegen wir ein gutes ökumenisches Miteinander

  • Wir achten darauf, den Sonntag als "Tag des Herrn" vom Werktag abzuheben sowie die kirchlichen Feste und Zeiten in unserem Haus entsprechend zu gestalten

     

  • Fort- und Weiterbildung schließt bei uns auch das Angebot und die Nutzung von Besinnungstagen, Seminaren und Gesprächsrunden zur Klärung und Vertiefung des christlichen Glaubens und christlicher Tradition mit ein

     

  • Für alle unsere Bemühungen, die christliche Ausrichtung unseres Hauses mit Leben zu füllen, gilt: Wir bieten an, laden ein, wollen aber niemanden unseren Glauben aufzwingen

Unser Weg in die Zukunft

Im Waldkrankenhaus St. Marien stehen wir unter hohem Anspruch, von außen an uns gestellt und mit dem Leitbild von uns selbst gesetzt. Um ihm gerecht zu werden, braucht es immer wieder die Bereitschaft zur Veränderung und zum Lernen.

Darum gilt für uns auch:

  • Wir überdenken selbstkritisch unser Tun und bringen Anregungen und Vorschläge ein. Wir schenken neuen Ideen Beachtung und überprüfen Vorschläge ernsthaft und konstruktiv

  • Auf fachliche und persönliche Fortbildung legen wir großen Wert

  • Mit Hilfe von systematischem Qualitätsmanagement versuchen wir, Schwachstellen in unserem Angebot, unseren Abläufen und Ergebnissen zu erkennen, zu verbessern und
    unser Haus qualitativ weiter zu entwickeln

  • Wir arbeiten mit unserem Leitbild und verwenden es als Maßstab unseres Handelns. Wir halten es im Gespräch und in der Formulierung von Zielen

Leitbildbroschüre

Leitbild zum Download als pdf (3,5 MB)