Malteser Waldkrankenhaus St. Marien Erlangen

Malteser Marienhospital Erlangen gGmbH · Spardorfer Str. 32· 91054 Erlangen / Germany
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Malteser
https://www.waldkrankenhaus.de/kliniken/fachbereiche/wirbelsaeulen-zentrum.html?zsS_1=3

Wirbelsäulen-Zentrum

Foto: Universitätsklinikum Erlangen

Kommissarische Leitung

Chefarzt Prof. Dr. med. Mario Perl

Sekretariat

Frau Böhm
Tel.: 09131 822-4047
Fax: 09131 822-4097
E-Mail: wirbelsaeulenzentrum@waldkrankenhaus.de


Rückenschmerz kann viele Ursachen haben, diese setzen meist plötzlich ein und halten selten länger als sechs Wochen an. Rückenschmerz bedeutet nicht Rückenschaden. Der Rücken kann wieder gesund werden, wichtig dafür ist: Aktivität und Bewegung. Dies gilt für 90% der unspezifischen akuten Rückenschmerzen.
Zum Problem werden andauernde Rückenschmerzen, eine Schmerzausstrahlung in die Beine oder gar Nervenausfälle. Dann muss nach einer spezifischen Ursache gesucht werden. Häufigster Grund sind Arthrose, entzündliche Erkrankungen, Osteoporose, Wirbelsäulenfehlstellungen, Wirbelbrüche, Bandscheibenverschleiß und auch selten Tumore.

Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien hat eine lange Tradition auf dem Gebiet der Wirbelsäulenbehandlung. Im Wirbelsäulen-Zentrum am Waldkrankenhaus helfen wir bei akuten, ambulant nicht mehr beherrschbaren Schmerzen rund um die Wirbelsäule. Dabei kommen sowohl konservative als auch operative Therapiemaßnahmen zum Einsatz.

Unser Ärzteteam, bestehend aus Neurochirurgen, Orthopäden und Unfallchirurgen, ist die Grundlage für eine qualifizierte, umfassende Diagnostik und Therapie aller Wirbelsäulenerkrankungen. Durch eine moderne technische Ausstattung der Abteilung können sämtliche Wirbelsäuleneingriffe angeboten werden.

Ein erfahrenes Team von Krankengymnasten unterstützt Sie mit physikalischen und krankengymnastischen Behandlungsmethoden bei Ihrer Genesung. Die Ärzte der anästhesiologischen Abteilung sind routiniert in modernsten und schonendsten Narkose- und Überwachungsverfahren sowie in schmerztherapeutischen Techniken, welche für eine Nachbehandlung mit frühstmöglicher Mobilisation nötig sind.

Durch unsere Mitarbeiterinnen vom Sozialdienst werden im Anschluss an den stationären Aufenthalt alle notwendigen Anschluss- und Rehabilitationsmaßnahmen rasch und unkompliziert für Sie in die Wege geleitet.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserer Klinik und eine rasche Genesung.

Allgemeine Informationen / Leistungsspektrum

Für eine moderne Wirbelsäulenchirurgie müssen technische Voraussetzungen verfügbar sein, um eine hohe Sicherheit bei der Durchführung von Interventionen und Operationen zu gewährleisten. Diese sind unabdingbar, um beispielsweise eine sichere Verankerung der Implantate bei komplexen hinteren Halswirbelsäuleneingriffen oder auch Deformitäten (Verkrümmungen) zu erreichen. Auch die intraoperative Überwachung der Nerven- und Rückenmarksfunktion ist für verschiedene Eingriffe unabdingbar.

Die vorhandene hohe technische Ausstattung des Wirbelsäulen-Zentrums erlaubt die Durchführung von mikroskopischen, minimalinvasiven Eingriffen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie auch schwierigste komplexe Wirbelsäulenoperationen.

Zur Verfügung stehen:

  • Operationsmikroskope
  • hochauflösender Bildwandler für Interventionen an der Wirbelsäule
  • intraoperative Computernavigation
  • Carbonoperationstisch für die artefaktfreie Computernavigation
  • intraoperatives Neuromonitoring zur Rückenmarkskontrolle
  • Retraktorsysteme für minimalinvasive Operationen
  • perkutane Systeme für schonende Zugänge zur Wirbelsäule

Operatives Leistungsspektrum

Verschleißbedingte Operationen der Brust- und Lendenwirbelsäule (BWS/LWS)

  • minimal-invasive mikroskopische Bandscheibenoperation
  • mikroskopische Operation des Spinalkanals (mikroskopische spinale Dekompression)
  • Bandscheibenprothesenimplantation der LWS bei fortgeschrittenem Bandscheibenschaden
  • operative Stabilisierung (Spondylodese) bei Wirbelgleiten (auch minimal-invasiv)
  • dynamische Stabilisierungen bei Wirbelgleiten und Spinalkanalstenose

Verschleißbedingte Operationen der Halswirbelsäule (HWS)

  • mikroskopische Entfernung eines Bandscheibenvorfalls der Halswirbelsäule von dorsal (hinten, OP-Technik nach Frykholm)
  • Bandscheibenprothesenimplantation der HWS bei Bandscheibenvorfall
  • mikroskopische Spinalkanalerweiterung der HWS von ventral (vorn)
  • computernavigierte dorso-ventrale Operationen mit Wirbelkörperersatz bei Tumoren, Entzündungen und Verletzungen der HWS

Verletzungsbedingte Operationen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule (HWS/BWS/LWS)

  • minimal-invasive perkutane Behandlung (Kyphoplastie) bei Wirbelbrüchen
  • perkutane computernavigierte dorso-ventrale Stabilisierung bei Wirbelbrüchen
  • dorso-ventrale Spondylodese mit Myelondekompression (Rückmarksentlastung) bei instabilen Brüchen mit Rückenmarksschädigung
  • Osteosynthese bei Wirbelbrüchen (auch perkutan minimal-invasiv computernavigiert)
  • Densfraktur
  • instabile Atlasfraktur

Operationen bei Kindern und Jugendlichen

  • operative Stabilisierung (Spondylodese) bei hochgradigem Wirbelgleiten (auch Spondyloptose) in dorso-ventraler Technik
  • computernavigierte Korrekturspondylodese bei kindlichen Skoliosen und Kyphosenmit intraoperativem Neuromonitoring
  • Halbwirbelresektionen

Komplexe Operationen bei Tumoren und Entzündungen der Brust- und Lendenwirbelsäule (BWS/LWS)

  • En-bloc Spondylektomie
  • Wirbelkörperersatzoperationen
  • Korrekturosteotomie bei Kyphose

Konservatives Leistungsspektrum

  • Facetteninfiltrationen
  • ISG-Infiltrationen
  • periradikuläre Infiltration (PRT)
  • epidurale Infiltration
  • Thermodenervation
  • Intradiskale Therapie - Biacuplastie
  • konservative Therapie/Korsetttherapie der kindlichen Skoliose