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Medizinische Klinik II
Schwerpunkt Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen

Hämatologie und internistische Onkologie

Die Hämatologie und internistische Onkologie ist eine Spezialabteilung der Medizinischen Klinik II und befasst sich mit der Diagnose und Therapie von Blut- und Krebserkrankungen.

Dazu gehören beispielsweise der Mangel an roten Blutkörperchen (Anämien) oder Blutplättchen (Thrombozytopenien), Störungen der Blutgerinnung, Leukämien, Non-Hodgkin-Lymphome, Multiple Myelome (Plasmozytome), Tumoren der Lunge (Bronchialkarzinome), des Magen-Darm-Traktes (Ösophaguskarzinome, Magenkarzinome, Kolorektale Karzinome, Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)), Tumoren der Brust (Mammakarzinome) und der weiblichen Geschlechtsorgane (Ovarialkarzinome, Endometriumkarzinome), Tumoren des Hodens und der Prostata oder Sarkome des Weichteilgewebes und der Knochen.

Um eine bösartige Erkrankung zu erkennen ist in den meisten Fällen eine Entnahme von Gewebeproben nötig. Diese kann in unserer Abteilung zum Beispiel während einer
Magen-/Darmspiegelung oder über eine ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion erfolgen. Dies sind für den Patienten wenig belastende Methoden und können oftmals eine operative Diagnostik ersetzen. Auch diagnostische Knochenmarkpunktionen können von uns durchgeführt werden. Die Proben werden anschließend sowohl unter dem Mikroskop zytologisch durch unsere Abteilung als auch histologisch im pathologischen Institut der Universität Erlangen untersucht. Dies gewährleistet eine rasche Diagnose aber auch ein Höchstmaß an diagnostischer Sicherheit.

Ist eine Krebserkrankung gesichert worden, sind vor der endgültigen Behandlung oft weitere Untersuchungen nötig, um die Ausbreitung der Krankheit im Körper festzustellen und eine Einteilung des Krankheitsstadiums („Staging“) zu ermöglichen. Blutproben können, je nach Fragestellung, im hauseigenen Labor oder in auswärtigen Speziallaboratorien untersucht werden. An bildgebenden Verfahren stehen uns, neben dem Ultraschall und konventionellen Röntgenuntersuchungen, über die im Haus ansässige radiologische Praxis Szintigraphie, Computertomographie und Kernspintomographie auf dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung.

Die in unserer Abteilung etablierte Endoskopie (Spiegelung von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dickdarm oder Lunge) kann auch in Kombination mit Röntgen- (z.B. ERCP) oder Ultraschalldiagnostik (Endosonographie) eingesetzt werden.

Zusammen mit dem Patienten werden dann die Ergebnisse besprochen und ein individueller Therapieplan festgelegt. Dieser kann eine Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung beinhalten. Wir arbeiten hierbei Hand in Hand mit den anderen Abteilungen des Waldkrankenhauses, der Universität Erlangen-Nürnberg, dem Klinikum Nürnberg und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Einmal wöchentlich findet in unserer Tumorkonferenz ("Tumorboard") eine interdisziplinäre Fallbesprechung statt.

Auf unseren 2004 neu renovierten Stationen A3 und B4 können neben Chemotherapien auch Hormon- und Immuntherapien durchgeführt werden. In die supportive Behandlung integriert sind dabei je nach Erfordernis eine Schmerztherapie, Bluttransfusionen, Krankengymnastik oder endoskopische Behandlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Überbrückung von Engstellen der Speiseröhre oder der Gallenwege.

Palliativmedizinische Konzepte für die Betreuung unheilbar Kranker haben das Ziel der Erhaltung der Lebensqualität durch Linderung der Beschwerden und Steigerung des Wohlbefindens. Wichtig ist uns auch die psychosoziale Betreuung und Begleitung schwer kranker Patienten und deren Angehörigen. Unterstützt werden wir hierbei durch die Schmerzambulanz der Klinik für Anaesthesie, eine Psychotherapeutin, eine Musiktherapeutin, Physio- und Ergotherapeuten, die katholische und evangelische Klinikseelsorge und den Sozialdienst.

Der Leiter der Abteilung, Priv.-Doz. Dr. med. Günter Beyer, und der zuständige Oberarzt, Dr. med. Markus Frank, sind Mitglieder des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg. Dr. med. Frank ist ein zertifiziertes Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO).

Möchten Sie Kontakt mit uns aufnehmen, so können Sie dies gerne über unser Sekretariat unter der Telefonnummer 09131/822-3253 oder per E-Mail über tun.

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