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Chirurgische KlinikAllgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie |
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Qualitätssicherung Von
Seiten des Gesetzgebers (SGB V : §112, §135a und §137)
sind Ärzte zur Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen verpflichtet.
Dieser Vorgabe wird die Chirurgische Klinik seit 1997 durch freiwillige
Teilnahme an den Qualitätssicherungs-Maßnahmen der Bayerischen
Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung in der stationären
Versorgung (BAQ) gerecht. Diese bisher freiwillige, externe
Qualitätssicherung ist ab dem 01.04.2001
gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben.
Für sogenannte Tracerdiagnosen (Leistenhernien-Operation, Gallenblasen-Entfernung,
ab 01.04.2001 auch Blinddarm-Entfernung) erfolgt die Datenerfassung (Risikofaktoren, Angaben zur präoperativen Diagnostik, intraoperativer
Befund, Operationsmethode, Operations- und Aufenthaltsdauer, intra-
und postoperative Komplikationen) und Datenmeldung an die BAQ, welche
die Datenauswertung zum bundesweiten Vergleich
der Versorgungsqualität aller beteiligten Krankenhäuser vornimmt.
Der Vergleich bestimmter Kennzahlen ermöglicht den teilnehmenden
Krankenhäusern die Einordnung der eigenen Leistungsfähigkeit und Qualität (Benchmarking). Darüber hinaus bieten sie Patienten und einweisenden Ärzten die Möglichkeit sich anhand objektiver
Zahlen einen Überblick über das Leistungsangebot einer Klinik
zu verschaffen (Transparenz).
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Leistenbruch-Operation (Leistenhernie):
Im Vergleich zu allen Kliniken besteht eine weitgehend identische Geschlechts- und Seitenverteilung.
Auch beim Vergleich der Operationsindikation (Erstoperation – Rezidiv)
ergibt sich nur ein marginaler Unterschied, wobei ein diskreter Anstieg der Eingriffe bei Rezidivhernien zu
verzeichnen ist.
Dagegen wird die simultane Versorgung beidseitiger Leistenhernien in
unserer Klinik mittlerweile ca. 3mal häufiger durchgeführt,
was auf die Verwendung der laparoskopischen Operationstechnik zurückzuführen
ist, was sich in den Jahren 98 und 99 noch
in einer längeren Operationszeit niederschlug (Lernkurve).
In den letzten drei Jahren wurde der Anteil der laparoskopischen
Operationen von 27% auf 81% gesteigert,
was einer Umkehrung der bisherigen Verhältnisse entspricht
und somit auch einen entscheidenden Unterschied zum Gesamtkollektiv ausmacht.
Dies ist auch an der 1-2 Tage kürzeren Liegezeit der Patienten
abzulesen, wobei sich im laufenden Jahr eine nochmalige Verkürzung (Liegezeit
: 4-5 Tage) feststellen lässt.
In Bezug auf die Komplikationen unterscheiden sich die Zahlen
bei insgesamt erfreulich niedriger Anzahl kaum.
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Gallenblasen-Operation (Cholezystektomie):
Im Vergleich zu allen Kliniken - besteht bei leicht verstärkter
Dominanz des weiblichen Geschlechts - eine weitgehend identische Geschlechtsverteilung.
Auch bei den Gallenblasen-Operationen ist eine deutlich
höhere Rate der laparoskopischen Operationstechnik zu verzeichnen,
wobei mittlerweile 95% aller Eingriffe in der minimal invasiven Technik durchgeführt
werden, wohingegen bayernweit nur etwa 2/3 der Patienten auf diese
Weise operiert werden. Die Rate der primär offenen Operationstechnik wurde
im angegebenen Zeitraum nochmals von ca 6% auf 3% halbiert, diejenige
der Umstiegsoperationen ist relativ konstant bei ca. 2%.
Damit betrifft die um 2 Tage kürzere Liegezeit den Großteil unserer Patienten, wobei sich im laufenden Jahr nochmalig eine leichte Verkürzung
(Liegezeit : 4-5 Tage) abzeichnet.
Die Operationszeiten unterscheiden sich bei den laparoskopischen Operationen kaum,
wobei auch hier mittlerweile ein kleiner Vorsprung abzulesen ist.
Bei der offenen Technik und den Umstiegsoperationen ist zu berücksichtigen,
dass diese an unserem Haus nur den wirklich schwierigen Fällen vorbehalten
bleiben, was zwangsläufig zu längeren Eingriffszeiten führt.
In Bezug auf die Komplikationen unterscheiden sich die Zahlen ebenfalls kaum.
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OnkologieZur Erfassung möglicher beruflicher oder regionaler Faktoren, welche die Entstehung bösartiger Tumoren begünstigen, erfolgt die Datensammlung und –aufarbeitung von Patientendaten durch das Tumorzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg im Tumorregister.
Bei Vorliegen einer Krebserkrankung werden diese Daten nach Einverständis des Patienten durch die Chirurgische Klinik erhoben und an das Tumorzentrum übermittelt.
Durch die Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen und fachübergreifenden Tumorkonferenzen, sowie durch klinikinterne, regelmäßige Fall- und Therapiebesprechungen in der Interdisziplinären Onkologischen Arbeitsgemeinschaft wird die Einhaltung aktueller Standards bei der Behandlung von Krebserkrankungen gewährleistet.
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Neuromonitoring bei Schilddrüsen-OperationenNach ca. sechsmonatiger Anwendung des sog. "Neuromonitorings" in der Schilddrüsenchirurgie lassen sich erste Schlüsse zum Stellenwert dieses Verfahrens ziehen. Es handelt sich hierbei um eine elektronische Hilfe zum Aufsuchen des Stimmbandnerven während nervengefährdender Eingriffe an der Schilddrüse.
Zu diesem Zweck werden ohne großen
Mehraufwand zwei an ein Messgerät angeschlossene Elektroden steril
in das OP-Gebiet am Kehlkopf bzw. in das Schilddrüsenlager eingebracht,
um den Stimmbandnerven vor einer etwaigen Verletzung
zu identifizieren.
Bei kleinen Schilddrüsen mit übersichtlichem OP-Gebiet scheint
der Nutzen der neuen Methode eher gering zu sein, da der
Nerv bei dem Einbringen der Elektroden oft schon identifiziert
ist. Vorteile scheinen sich hauptsächlich
bei sehr großen Kröpfen oder bei Zweiteingriffen an der Schilddrüse
abzuzeichnen Hier hilft die elektronische Bestätigung der unversehrten
Nervenfunktion bei und nach der Entfernung eines Schilddrüsenlappens
zur Entscheidungsfindung, ob, und ggf. wie weitgehend eine
Entfernung auch des anderen Schilddrüsenlappens vertretbar erscheint.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass mit der beschriebenen
Methode das Problem der Stimmbandnervenbeeinträchtigung durch Schilddrüsenoperationen
(dieses Risiko liegt in der Größenordnung von 1 – 2%, je nach
vorliegender Erkrankung und Operation) zwar nicht gelöst werden kann,
wohl aber in einzelnen Teilbereichen eine Verbesserung zu
erzielen ist.
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Laparoskopische Versorgung von Leistenbrüchen – Neues Netzgewebe
Von verschiedener Seite wurden im Herbst 1999 z. T. in der Presse Bedenken
hinsichtlich der Langzeitverträglichkeit der zur Bruchlückenversorgung
verwendeten nicht auflösbaren Kunststoffnetze -insbesondere bei der
Anwendung an jungen Patienten- geäußert. Um diesen Bedenken
zu begegnen, obwohl in der eigenen Erfahrung bislang keine
Probleme zu beobachten waren, wird ab Anfang des Jahres
2000 auf ein neuartiges Netzimplantat
zurückgegriffen. Dieses Kunststoffnetz besteht zu ca 70% aus einem
auflösbaren Material, so dass nur ca. 30% als nicht resorbierbares
Fremdmaterial im Körper zurückbleiben. Nach Aussage des Herstellers
u. anderer Kliniken, die dieses Netz bereits einige Zeit
länger verwenden,
sei die Haltbarkeit und mithin die Belastbarkeit dieses
Netzes vergleichbar gut. Die weichere Struktur des neuen
Netzes erklärt
auch, dass es noch seltener als bislang zu einem vorübergehenden
Fremdkörpergefühl
als Reaktion auf das Implantat kommt.
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Wir glauben daher, dass der o.g. Operationstechnik bei
geeigneten Patienten (d.h. vor allem bei Wiederholungsbrüchen,
bei beidseitigen Brüchen, bei (Leistungs-) Sportlern) weiterhin
ein wachsender Stellenwert zukommt.
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Laparoskopische Versorgung von NarbenbrüchenUnter
einem Narbenbruch versteht man eine Lücke ("Defekt")
der tragfähigen Bauchdeckenschicht (Muskelhaut oder sog. Muskelfaszie)
im Bereich eines vorangegangenen chirurgischen Eingriffs. Dieser Defekt
resultiert aus einer ungenügenden Vernarbung der Wundränder
und führt dann zu einer Vorwölbung des Bauchfells (sog. Bruchsack)
im betroffenen Bezirk. Im Bruchsack können sich Darmanteile oder
Teile des Bauchnetzes befinden und auch eingeklemmt werden.
Bis vor einigen Jahren wurden zum chirurgischen Bruchverschluss
an der Bauchwand lediglich die Bruchränder erneut genäht, gegenwärtig
wird als Standardvorgehen die Bauchdecke – aufgrund der besseren
Haltbarkeit - durch die Einpflanzung eines Kunststoffnetzes
verstärkt.
Die laparoskopische Versorgung von Narbenbrüchen hat sich auf
Grund meist bestehender intraabdomineller Verwachsungen und direktem
Kontaktes des Netzes mit dem Darm allgemein nicht durchgesetzt, so dass
an unserer Klinik diese nur bei strenger Indikationsstellung durchgeführt
wird.
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