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ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Welche Operationen können oder müssen ambulant durchgeführt werden?

  • Im Rahmen der Reform des Gesundheitswesens wurde vom Bundesgesundheitsministerium eine Liste von Operationen erstellt, die in der Regel ambulant erfolgen müssen.

    Welche dieser Eingriffe im AOZ des Waldkrankenhauses St. Marien durchgeführt werden, finden Sie unter "Spektrum ambulanter Operationen".

Wer kann ambulant operiert werden?

  • Der Patient muss einverstanden sein, dass der Eingriff ambulant durchgeführt wird.
  • Der Patient benötigt eine volljährige Begleitperson, die ihn auf dem Heimweg begleitet und ihm in den ersten 24 Std. nach der Operation zur Verfügung steht.
  • Werden Kinder mit dem eigenen Auto nach Hause gefahren, ist neben dem Fahrer eine weitere erwachsene Begleitperson erforderlich.
  • Der Patient muss telefonisch erreichbar sein.
  • Die Wohnung des Patienten muss so gelegen sein, dass entweder das Waldkrankenhaus St. Marien oder eine andere für Notfälle gerüstete Klinik in kurzer Zeit erreichbar sind.
  • Fremdsprachige Patienten oder ihre Begleitpersonen müssen über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen

Medizinische Voraussetzungen:

  • Der Patient darf keine schwerwiegenden Begleiterkrankungen haben.
  • Es dürfen keine behandlungswürdigen neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen vorliegen.
  • Die endgültige Beurteilung, ob ein Patient für eine ambulante Operation geeignet ist, ist immer eine individuelle Entscheidung im Rahmen der Voruntersuchung durch den Anästhesisten.
  • Kinder vor dem 2. Lebensjahr sollten nicht ambulant operiert werden.

Welche Voruntersuchungen sind für Operation und Narkose erforderlich?

  • Labor:
    - Hämoglobin, Hämatokrit, Thrombozyten, Leukozyten
    - Natrium, Kalium
    - Quick, PTT
    - Blutzucker
  • EKG: ab 40 Jahren
  • Rö-Thorax: nur bei V. a. kardiopulmonale Erkrankungen
  • Lungenfunktion: nur bei V. a. pulmonale Erkrankungen
  • Download "Hausarzt" als Pdf

Wie sehen die Vorbereitungen aus?

  • Ob eine Erkrankung operativ behandelt werden muss, stellt Ihr behandelnder Arzt (Operateur) fest.
  • Er überprüft, ob der Eingriff ambulant durchgeführt werden kann.
  • Sie lassen bei Ihrem Hausarzt die erforderlichen Voruntersuchungen durchführen.
  • Sie vereinbaren einen Termin (Kontakt) in unserer Anästhesieambulanz.
  • Zu diesem Untersuchungstermin bringen Sie bitte die von Ihrem Hausarzt erhobenen Befunde mit. Außerdem bitten wir Sie, uns Ihre Gebrauchsmedikamente mit den zugehörigen Originalpackungen oder Beipackzetteln vorzulegen. Sehr wichtig für uns sind auch Befunde über bestehende relevante Begleiterkrankungen.
  • Alle Befunde werden von uns beurteilt, wir befragen Sie ausführlich über Ihren Gesundheitszustand und führen die erforderlichen körperlichen Untersuchungen durch.
  • Erst zu diesem Zeitpunkt fällt die endgültige Entscheidung, ob der Eingriff ambulant oder stationär durchgeführt wird.
  • Jetzt werden Sie über die vorgesehene Narkose und die erforderlichen Verhaltensmaßnahmen vor und nach dem Eingriff aufgeklärt.
  • Sie erhalten Ihren endgültigen Operationstermin und die genaue Uhrzeit, wann Sie zu Ihrer Operation in unser AOZ kommen sollen.

Wie läuft der Operationstag ab?

  • Am Abend vor dem Operationstag müssen Sie ab 24 Uhr nüchtern bleiben, d. h. Sie dürfen nichts mehr essen, keine Bonbons lutschen oder Kaugummis kauen und vor allem auch nicht rauchen. Klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee (gerne auch gesüßt) können Sie bis 5 Uhr morgens zu sich nehmen. Findet die Operation erst am späteren Vormittag oder Nachmittag statt, sagen wir Ihnen im Rahmen des Aufklärungsgespräches, bis wann Sie trinken dürfen.
  • Sie kommen zum vereinbarten Zeitpunkt in unser Ambulantes Operationszentrum. Wir bitten Sie, lockere Kleidung zu tragen und Wertgegenstände oder Schmuck zu Hause zu lassen. Bitte verzichten Sie am OP-Tag auf Make up und entfernen Sie ggf. Nagellack. Falls Sie Zahnprothesen tragen, bringen Sie bitte ein Behältnis mit, in dem diese während der Operation aufbewahrt werden können. Fest sitzende Zahnprothesen können nach Rücksprache gerne auch belassen werden.
  • Nach einer kurzen Wartephase werden Sie in die Umkleidekabine geführt. Dort erhalten Sie die für die hygienischen Belange eines Operationssaals erforderliche Kleidung.
  • In einem Vorbereitungsraum wird Ihnen eine Infusionskanüle gelegt, werden Elektroden für die ständige Überwachung mit einem EKG-Monitor auf die Haut geklebt und eine automatische Blutdruckmanschette angelegt.
  • Sie werden in den OP-Saal geleitet und der Anästhesist beginnt mit der Narkose.
  • Nach der Operation werden Sie in einem bequemen Liegestuhl in unseren Aufwachraum gefahren. Dort überwachen wir Sie engmaschig und beginnen – falls erforderlich – mit der Schmerztherapie.
  • Wenn wir sicher sind, dass von den eingesetzten Narkosemedikamenten keine Nachwirkungen mehr zu befürchten sind und die Wundverhältnisse in Ordnung sind, können Sie wieder Ihre Privatkleidung anziehen.
  • Anschließend haben Sie in einem unserer beiden Ruheräume ausreichend Gelegenheit, sich von dem Eingriff zu erholen. Dort wartet auch Ihre Begleitperson auf Sie.
  • Im Ruheraum für die Kinder ist eine Spielecke eingerichtet, außerdem können sie sich durch Fernsehen oder Videoschauen ablenken.
  • Unser ambulantes Operationszentrum verlassen Sie erst, wenn Sie sich fit genug fühlen und wir uns überzeugt haben, dass alles in Ordnung ist.

Wer übernimmt die Nachsorge?

  • Ihr Operateur bespricht im Rahmen der Aufklärung für die Operation, wie Sie nach dem Eingriff betreut werden.
  • Treten hinsichtlich der Narkose Probleme auf, ist der diensthabende Anästhesist des Waldkrankenhauses St. Marien jederzeit erreichbar (Kontakte).

Verhaltensregeln nach der Entlassung aus dem AOZ

  • Sie dürfen 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen mit Verletzungsgefahr bedienen.
  • Treffen Sie während dieser Zeit keine weitreichenden Entscheidungen!
  • Trinken Sie keinen Alkohol!
  • Lassen Sie Ihre frisch operierten Kinder nicht unbeaufsichtigt.
  • Nehmen Sie bei Schmerzen oder Übelkeit die Ihnen verschriebenen oder mitgegebenen Medikamente so ein, wie wir es Ihnen verordnet haben.
  • Achten Sie auf Zeichen möglicher Komplikationen:
    - Ungewöhnlich starke Schmerzen
    - Nachblutungen
    - Auffallende Blässe
    - Fieber oder Schüttelfrost
    - Schwindel
    - Herzstechen oder Herzrhythmusstörungen
    - Erschwerte Atmung
    - Starke, nicht nachlassende Übelkeit
    - Probleme beim Wasserlassen
  • Treten wider Erwarten Probleme auf, so wenden Sie sich bitte an Ihren Operateur oder Narkosearzt (Kontakte)

Allgemeine Hinweise

  • Kommen Sie bitte pünktlich zum vereinbarten Termin in unser AOZ. Bei Verspätungen müssen Sie damit rechnen, dass der Eingriff am vorgesehenen Operationstag nicht durchgeführt werden kann.
  • Teilen Sie uns bitte rechtzeitig mit, wenn Sie den Termin nicht einhalten können. Wir werden versuchen, eine für Sie akzeptable Lösung zu finden.
  • Download "Allgemeine Informationen" als Pdf

Aktuelles

Aufwändiger Schutz für das Marienmosaik
Erneute Zertifizierung nach pCC und KTQ
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